Preisverleihung Wettbewerb

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Treffen mit einer Überlebenden aus dem 9. Bezirk

22. März 2007: Gemeinsam mit 51 weiteren Überlebenden aus aller Welt war Margarita Hahn, geb. Rochberg, auf Einladung des Jewish Welcome Service in ihrer Heimatstadt Wien zu Gast. Wir, 4 Frauen vom Projekt Servitengasse 1938 hatten einen Termin mit ihr vereinbart und trafen Frau Hahn und ihren Sohn Daniel, im Café Schottenring. Frau Hahn hatte eine, wie sie immer wieder betont, glückliche Kindheit und lebte damals bis zu ihrer Emigration im 9. Bezirk, Viriotgasse 7. Ihre Eltern und ihr ältester Bruder Johann, die vor der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft nicht mehr rechtzeitig flüchten konnten, wurden deportiert und in Auschwitz ermordet. Ihre beiden anderen Brüder konnten nach abenteuerlicher Flucht und unter ständiger Todesgefahr ihr Leben retten. Rita selbst hatte 1934 geheiratet und fuhr 1935 mit ihrem Mann nach Palästina auf Hochzeitsreise. Anlass war die damals stattfindende „Makabiade“, die Rita Rochberg als Mitglied der Sportvereinigung „blau-weiß“ unbedingt sehen wollte. Ihr Mann war engagierter Kommunist und zu jener Zeit gefährdert, kurzerhand beschloss das junge Ehepaar daher von der Hochzeitsreise nicht mehr nach Wien zurückzukehren und in Palästina zu bleiben. Der Nachmittag mit Frau Hahn und ihrem Sohn wurde ein sehr berührendes, unvergessliches Erlebnis.

Projektgruppentreffen vom 12. März 2007

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