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Unter dem Alsergrund - Servitengasse 1938
von Tobias Dörr, Henry Steinmetz

Kamera: Thomas Marschall,
Astrid Heubrandtner, Judith Benedikt
Schnitt: Elke Groen
Wissenschaftliche Beratung: Birgit Johler
Produktionsleitung: Alexandra Hutter
Produzent: Kurt Mayer
Ein Werkstattprojekt der kurt mayer film
Ö 2006, 61 min., dt. 16:9 PAL


Synopsis

"Wissen wollen, was passiert ist."

BürgerInnen des 9. Wiener Gemeindebezirks konfrontieren sich mit der Vergangenheit ihrer Strasse. Dokumentarfilmer der Wiener Filmakademie begleiten diese gemeinsamen Suche nach der Geschichte des Ortes an dem sie Wohnen. Eine Generation, die nicht mehr geprägt ist durch die Erfahrung des Krieges, hegt den Wunsch nach einer „Gegenerzählung” zum bislang allgemein gültigen historischen Narrativ. Sie will „blinde Flecken“ sichtbar und Leerstellen bewusst machen.

Die Servitengasse liegt inmitten eines ehemals gemischt - jüdischen Wiener Viertels. Vor dem Krieg bildeten jüdische und nichtjüdische Mieter Hausgemeinschaften. Oft waren mehr als die Hälfte der Mieterinnen und Mieter jüdisch. Ende 1942, nach den letzten großen Deportationen aus Wien, galten die Mietshäuser in Wien als „judenrein“.